Wie locke ich einen SerienMörder aus der Reserve... :) ??? !
"Sie sagten also, das sie ihres Wissens nach mit keiner der ermordeten Frauen zu irgendeiner Zeit Kontakt gehabt haben?" "Das ist richtig, Sir." "Und alle Zeugen, die Sie eindeutig identifiziert haben, irren sich", sagte Howard Eves. Es klang mehr wie eine Feststellung, weniger wie eine Frage. "Ja, Sir."
"Das ist schon reichlich seltsam, finden Sie nicht? Daß so viele Menschen Sie fälschlich identifiziert haben."
"V-viele Leute sehen so aus wie ich", sagte Colin Friendly.
"Finden Sie?"
"An mir ist nichts Besonderes."
"Das ist leider nur allzu wahr", sagte der Staatsanwalt.
Jake Armstrong erhob sofort Einspruch, und Howard Eaves nahm seine Bemerkung zurück.
"Was für eine Erklärung haben Sie dafür, daß das Sperma, das in den Körpern mehrerer Opfer gefunden wurde, mit siebzigprozentiger Wahrscheinlichkeit von Ihnen stammt?
Colin Friendly schüttelte den Kopf und verzog den Mund auf eine weise, die grausam und geringschätzig zugleich wirkte. "Mit siebzig Prozent besteht man kaum eine Prüfung."
Bezweifeln Sie den Befund des Gerichtsmediziners?"
"Wenn er behauptet, es sei mein Sperma, dann liegt er falsch."
"Und wie ist es mit den Bißwunden, die bei mehreren der Opfer festgestellt wurden? Wie erklären Sie es, daß diese Male fast deckungsgleich sind mit dem Abdruck ihres Gebisses?"
"Fast zählt nicht", versetzte Colin Friendly ohne die Spur eines Stotterns. Der Ausdruck der Geringschätzung um seinen Mund wurde zu einem höhnischen Lächeln. Frech zwinkerte er meiner Schwester zu, dann lehnte er sich in seinen Sessel zurück, als hätte er die Oberhand gewonnen.
"Wie erklären Sie die weitgehende Übereinstimmung der Speichelproben?"
"Es ist nicht meine Aufgabe, irgendwas zu erklären, Mr, Eaves."
"Aber wenn Sie eine Vermutung anstellen sollten..."
"Dann würde ich sagen, daß da offensichtlich jemand einen Fehler gemacht hat."
"Ich sage, diese Person sind Sie, Mr. Friendly."
"Ich sage, diese Person sind Sie, Mr. Eaves", gab Friendly prompt zurück.
Ein Raunen der Erregung ging durch den Gerichtssaal.
"Sie glauben, klüger zu sein als ich, nicht wahr, Mr. Friendly?"
"Über diese Frage habe ich noch gar nicht nachgedacht, Mr. Eaves."
"Sie halten sich für klüger als die meisten, ist das nicht richtig?"
"Die meisten sind auch nicht sehr klug", antwortete Friendly,
der offensichtlich begann, sich zu amüsieren.
"Und es macht Spaß, Sie reinzulegen, nicht wahr?"
"Das müssen gerade Sie mir sagen, der hier jemanden reinlegen möchte."
"Es ist ein großartiges Gefühl, die Macht über Leben und Tod eines anderen zu haben,
nicht wahr, Mr. Friendly?"
"Sie sind her derjenige, der solche Macht hat, Sir, nicht ich."
"Nein. Diese Macht liegt bei den Geschworenen."
"Dann kann ich nur hoffen, daß Ihnen mehr an der Wahrheit liegt als Ihnen, Sir.",
versetzte Friendly kühl.
"Und was ist die Wahrheit?"
"Daß ich nicht schuldig bin, Sir."
Jo Lynn neigte sich zu mir. " Er ist sehr höflich, findest Du nicht auch?"
"Ja, sehr höflich", stimmte ich zu, viel zu benommen, um etwas anderes zu sagen.
Joy Fielding
Am seidenen Faden
Goldmann
"Das ist schon reichlich seltsam, finden Sie nicht? Daß so viele Menschen Sie fälschlich identifiziert haben."
"V-viele Leute sehen so aus wie ich", sagte Colin Friendly.
"Finden Sie?"
"An mir ist nichts Besonderes."
"Das ist leider nur allzu wahr", sagte der Staatsanwalt.
Jake Armstrong erhob sofort Einspruch, und Howard Eaves nahm seine Bemerkung zurück.
"Was für eine Erklärung haben Sie dafür, daß das Sperma, das in den Körpern mehrerer Opfer gefunden wurde, mit siebzigprozentiger Wahrscheinlichkeit von Ihnen stammt?
Colin Friendly schüttelte den Kopf und verzog den Mund auf eine weise, die grausam und geringschätzig zugleich wirkte. "Mit siebzig Prozent besteht man kaum eine Prüfung."
Bezweifeln Sie den Befund des Gerichtsmediziners?"
"Wenn er behauptet, es sei mein Sperma, dann liegt er falsch."
"Und wie ist es mit den Bißwunden, die bei mehreren der Opfer festgestellt wurden? Wie erklären Sie es, daß diese Male fast deckungsgleich sind mit dem Abdruck ihres Gebisses?"
"Fast zählt nicht", versetzte Colin Friendly ohne die Spur eines Stotterns. Der Ausdruck der Geringschätzung um seinen Mund wurde zu einem höhnischen Lächeln. Frech zwinkerte er meiner Schwester zu, dann lehnte er sich in seinen Sessel zurück, als hätte er die Oberhand gewonnen.
"Wie erklären Sie die weitgehende Übereinstimmung der Speichelproben?"
"Es ist nicht meine Aufgabe, irgendwas zu erklären, Mr, Eaves."
"Aber wenn Sie eine Vermutung anstellen sollten..."
"Dann würde ich sagen, daß da offensichtlich jemand einen Fehler gemacht hat."
"Ich sage, diese Person sind Sie, Mr. Friendly."
"Ich sage, diese Person sind Sie, Mr. Eaves", gab Friendly prompt zurück.
Ein Raunen der Erregung ging durch den Gerichtssaal.
"Sie glauben, klüger zu sein als ich, nicht wahr, Mr. Friendly?"
"Über diese Frage habe ich noch gar nicht nachgedacht, Mr. Eaves."
"Sie halten sich für klüger als die meisten, ist das nicht richtig?"
"Die meisten sind auch nicht sehr klug", antwortete Friendly,
der offensichtlich begann, sich zu amüsieren.
"Und es macht Spaß, Sie reinzulegen, nicht wahr?"
"Das müssen gerade Sie mir sagen, der hier jemanden reinlegen möchte."
"Es ist ein großartiges Gefühl, die Macht über Leben und Tod eines anderen zu haben,
nicht wahr, Mr. Friendly?"
"Sie sind her derjenige, der solche Macht hat, Sir, nicht ich."
"Nein. Diese Macht liegt bei den Geschworenen."
"Dann kann ich nur hoffen, daß Ihnen mehr an der Wahrheit liegt als Ihnen, Sir.",
versetzte Friendly kühl.
"Und was ist die Wahrheit?"
"Daß ich nicht schuldig bin, Sir."
Jo Lynn neigte sich zu mir. " Er ist sehr höflich, findest Du nicht auch?"
"Ja, sehr höflich", stimmte ich zu, viel zu benommen, um etwas anderes zu sagen.
Joy Fielding
Am seidenen Faden
Goldmann
Belleeer - 2013-06-23 10:11
Friendly tötet später die Schwester.
Es findet sich noch sein *SchatzKästchen* und weitere Morde können aufgeklärt werden !
Eiskalte Lügner...